Strömungen in Bewegung.
In Dresden: Buchvorstellung und Zeitzeug*innengespräch zur unabhängigen Frauen* -und Lesbenbewegung in der DDR.
Bildunterschrift: Ströhmungen in Bewegung. Visuelle Recherche, Luise Schröder, VG Bild-Kunst, Bonn, ADAGP, Paris 2026.
(Photo: Américo Castilla)
FOTOTREFF goes Dresden
Weiterdenken I Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen x FOTOTREFF Berlin
Termin und Ort der Veranstaltung
Dienstag, der 6. Juni 2026 um 19 Uhr
FOTOFORUM Dresden, Neustädter Markt 12, 01097 Dresden
FOTOTREFF #47 findet in deutscher Sprache statt.
Die Räumlichkeiten bieten Platz für max. 40 Besucher*innen. Einlass ab 18:30 Uhr.
TALK
Luise Schröder, in deren bildnerischen Praxis der Umgang mit Geschichte und Erinnerung sowie deren Bedeutung für die Gegenwart eine wesentliche Rolle spielen, forscht seit 2021/22 inhaltlich und ästhetisch zu den vergessenen Aktivitäten nichtstaatlicher Frauen- und Lesbengruppen in der DDR. Ihre Publikation “Strömungen in Bewegung” erschien 2025 im Verlag des Fotohof Salzburg.
Ausgehend von ihrer Publikation “Strömungen in Bewegung” (Verlag FOTOHOF, Salzburg 2025) spricht die Künstlerin mit der Zeitzeugin XXX zu nichtstaatlicher Frauen- und Lesbengruppen in Dresden. Moderation Irène Mélix. Welche Akteur*innen gab es in Dresden? Welche Themen haben sie gesetzt und welchen Einfluss haben ihre Aktivitäten bis heute? An diesem Abend geht es sowohl um die ostdeutsche Frauen*geschichtsschreibung als auch um die Bedeutung von Archiven und dem Potential von künstlerischen und historischen Erinnerungspraxen für die Gegenwart aktueller feministischer Bewegungen.
(Photo: Raja Lentzsch)
Luise Schröder
Die Fotografin und bildende Künstlerin beschäftigt sich in ihren Installationen, Fotografien, Videos und Publikationen mit Geschichte und deren Bedeutung für die Gegenwart. Schröders Arbeiten eröffnen stets poetische Reflexionsräume, alternative Wissenskontexte und ermöglichen neue Perspektiven auf Geschichte in der Gegenwart. Luise Schröder studierte Fotografie und Medienkunst an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Ihre Arbeiten wurden international präsentiert, u.a. Rencontres Internationales Paris/Berlin; Centre Pompidou, Paris; 7. Berlin Biennale für Zeitgenössische Kunst, Berlin; Galerie EIGEN+ART, Leipzig/Berlin. Nach Residenzen in der Villa Aurora (Los Angeles) sowie an der Cité internationale des arts (Paris) ist sie aktuell Stipendiatin des Berliner Programmes Künstlerische Forschung 2024/25.
Jayne Ann Igel
Jayne-Ann Igel (*1954 Leipzig) ist Autorin und Herausgeberin. Sie absolvierte eine Ausbildung im Bereich wissenschaftliche Bibliotheken in Leipzig und war anschließend in der Deutschen Bücherei Leipzig und im Buchhandel tätig. Von 1978 bis 1982 studierte sie Theologie. Erste Veröffentlichungen erscheinen ab Mitte der 1980er Jahre. Sie beteiligte sich an Zeitschriftenprojekten wie Schaden, Ariadnefabrik oder 3.Person. An der Leipziger Zeitschrift Anschlag arbeitete sie zeitweise redaktionell mit. Auch nach ihrem Debüt 1989 (Poesiealbum und Verlag S. Fischer) kooperiert sie mit bildenden Künstlern (Erika Enders, Claudia Reh, Tobias Stengel). Seit 2011 ist sie Mitherausgeberin der Reihe Neue Lyrik des Poetenladen. Im Jahr 2007 erhielt sie für ihre schriftstellerischen Leistungen die Dr. Manfred Jahrmarkt-Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung 1859. 2026 den Kunstpreis Berlin für Literatur. Zu ihren letzten Veröffentlichungen zählen: wir ländern uns fort (dto, 2022) und wolken hinterm rollo (gutleut 2024).
(Photo: Maria Mora Martinez, ISCP NYC)
Irène Mélix
Irène Mélix ist Künstlerin und Kulturarbeiterin und beschäftigt sich mit queeren Themen, politischer Geschichte/n und Grenzräumen. Sie studierte Kunst und Kulturwissenschaften in Hildesheim, Dresden, Paris und Krakau und arbeitet multimedial an der Schnittstelle von gesellschaftlichen und ästhetischen Fragestellungen. Ihre künstlerische Praxis führt sie in Archive in Deutschland, Polen, Frankreich und den USA. Sie lehrte an Universitäten und stellt europaweit aus. 2025 war sie am International Studio & Curatorial Program (ISCP) in New York. Ihre Promotion zu künstlerischen Methoden queerer Historiographie am Bauhaus Weimar wurde im Sommer 2025 eingereicht. Derzeit lebt und arbeitet sie in Dresden.
FOTOTREFF vermittelt und fördert seit 2014 zeitgenössische Fotografie. Veranstaltet wird FOTOTREFF vom im Sommer 2025 gegründeten gemeinnützigen eingetragenen Verein FOTOTREFF Berlin e.V.
FOTOTREFF Berlin e.V. hat für diese Ausgabe zusammengearbeitet mit:
weiterdenken — Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Buch- und Offsetdruckerei H.Heenemann GmbH & Co. KG